Was machte mich salzig?

Vor vielen Jahren hatte ich einen Kater (Luis war sein Name) als Mitbewohner in meiner Wohnung. Als ich jedoch 2003 mich entschlossen habe in die Schweiz auszuwandern und Luis dann noch mehr allein zu Hause gewesen wäre haben meine Eltern ihm die letzten Lebensjahre bei sich aufgenommen und ihm einen schönen Lebensabend ermöglicht. Irgendwie bin ich aber trotzdem der Haustiertyp und würde schon gerne ein solches haben. Da ich aber unter der Woche den ganzen Tag unterwegs bin und meistens so um 18h nach Hause komme wäre es eine Qual für eine Katze, Hund oder Vogel. Irgendwas muss es ja geben dass sich auch ohne meine Anwesenheit nicht zu Tode langweilt und auch dan Tag ohne mich auskommt. so überlegte ich mir, dass eventuell ein Ameisen-Terrarium was cooles sein könnt.

Naja wenn ein Hund den ganzen Tag allein ist wird er irgendwann mal das aufgenommene Futter und Wasser wieder loswerden. Da keiner daheim ist wahrscheinlich irgendwo am Boden – also kein Hund.

Eine Katze der den ganzen Tag langweilig ist bekommt wahrscheinlich irgendwann einen Lagerkoller und fangt an das Mobiliar zu zerlegen – Ok auch keine Katze.

Einen Vogel zu halten war dann doch nicht so das was ich mir wirklich vorstellen konnte – zudem habe ich auch ab und an mal einen Vogel 🙂

OK also Ameisen – Aber wenn ich es mir zu Ende denke – Was passiert wenn die Ameisen plötzlich doch einen Weg aus ihrem Terrarium finden und dann in der Wohnung auf Futtersuche sind. Hmm der Gedanke, dass mir eine Ameise dann plötzlich in der Nacht auf der Nase rumkrabbelt finde ich auch nicht so toll.

Also was gibts noch?

Ich halte mich regelmässig am Balkon auf um meiner Sucht nachzugehen. Da fiel mir dann irgendwann auf, dass das Licht in der Wohnung unter mir nie ausgeht. Seltsam dachte ich mir. Irgendwann sah ich dann Meine Nachbarn unter mir mit einem Aquarium auf einem Rollwagen in den Keller fahren. Cool das Licht ist fürs Aquarium. Aber wieso kommt es nun weg? Man erklärte mir, dass ein Grösseres her muss – WOW 160 cm lang und eine geschätze Höhe und Tiefe von 70 cm. das schaut imposant aus. Meine Neugier wurde geweckt.

Irgendwann später – das Licht unter mir geht immer noch nicht aus 🙂 – bekam ich die Nachricht, dass eine Internetbekannschaft aus einem anderen Hobby nun aus Deutschland in die Schweiz umziehen wird (zügeln). Noch besser seine Frau Marina und Seba(stian) werden sich nicht all zu weit von hier niederlassen. Da es hierzulande nicht allzu leicht ist neue Leute kennenzulernen, bot ich ihm an doch mal mich zu besuchen – so ein netter Grillabend mit ein bisschen Plausch. War cool und wir kamen irgendwie über die Ameisen zu den Fischen und dem Meerwasseraquarium. Diese Vorstellung liess mich dann nicht mehr so recht los. Ich glaube, dass das der Zeitpunkt war als ich mich mit Salz-Virus infizierte.

Das es nicht immer gute Zeiten im Leben geben kann ist jeden wohl bekannt. Na und wie es so sein soll kam auch bei mir eine schlechtere Zeit. Ich musste für eine Operation (die Details erspare ich den Lesern hier – aber mir geht es wieder gut 🙂 ) für 2 Tage ins Krankenhaus und war dann mal für 3 Wochen recht eingeschränkt in der Bewegung und an Arbeiten war nicht zu denken. Nachdem ich irgendwann das TV-Programm auswendig kannte und ich konnte noch den Laptop bedienen konnte musste Google dran glauben. Ich begann mich mal schlau zu machen wie so eine Meerwasseraquarium funktioniert. Wieso viele sagen es ist schwer eines zu betreiben usw. Der Strudel, der Sog zog mich immer weiter in das Thema hinein. Ich meldete mich in den diversen Foren an und fing an alles aufzusaugen. Da ich nicht  alles glaube was so im Internet verzapft wird musste ein Buch her «Das Meerwasseraquarium: Von der Planung bis zur erfolgreichen Pflege». Eine Bestellung im weltgrössten Buchladen bekomme ich noch auch mit Schmerzen hin. Und Schwupps war es da …

Was nun daraus geworden ist kann man ja nun in dem Blog nachlesen 🙂

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