Ich bestelle mein Aquarium

Nach reiflicher Überlegung und langer Planung und einem Hin und Her. Habe ich mich nun entschieden. Ich bestelle bei Diamantaquarien mein Becken samt Unterschrank, Technikbecken, Bodenplatte, Dekorrahmen, Eiweissabschäumer (Aqua-Medic Turboflotor blue 3000)  und die Nachfüllautomatik (Aqua-Medic Refill-System).

Ein Angebot – ein Angebot!

Nun gut – ich ja nun einen weiteren Händler gefunden. und weiss wie das Becken aussehen soll. Der im Autkionshaus angegebene Preis liegt in meinem Budget,  gefällt mir und andere Aquarianer geben gute Kritiken zu diesem Auarienbauer. Also ran an die Tasten und per e-Mail Kontakt aufgenommen und eine Angebot basierend auf dem Auktionshausangebots angefordert. Komischerweise kam auch hier nicht gleich eine Antwort. Ich begann nun langsam an mir zu zweifeln?? Will mir keiner ein Aquarium verkaufen? Ist meine e-Mailadresse in irgendeiner Spamliste und wird nicht zugestellt? Nun ja – dann eben einen technologischen Schritt zurück und das Telefon zur Hand genommen – siehe da – es hebt wer ab und spricht mit mir. 2 Stunden später war das Angebot dann auch in meinem e-Mail Postfach – juhuhuhu!

So sollte es sein – detailliert jede Position aufgeführt, daneben der Preis ohne Steuern, unten die deutsche MwSt aufgeführt (die interessiert mich ja nicht in der Schweiz).

Riffkeramik

Mein Becken wird zu 100% aus Riffkeramik bestehen und damit eingerichtet werden. Durch die Information in einem Forum bin ich auf “Eggi” von aquariumtechnik.ch gestossen. Schon im November 2014 habe ich bei ihm in seinem Shop vorbeischauen dürfen und dann in seinem “Probierbecken” einen Aufbau für mein Riff zusammengestellt.

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Wenn es dann Mitte Februar in die heisse Phase des Beckenstarts gehen wird werde ich noch die Details anpassen und den Riffaufbau mit der Keramik beginnen.

Im Detail liegt der Hund begraben

Alles fein! Nun muss eine detaillierte Planung her, um später nicht irgendwie zu merken – ach hätte ich nur das anders gemacht oder so.

Bei meinen Recherchen und über die Information meiner Nachbarin bin ich auf die Triton-Methode gestossen. Bei der Methode ist ein sogenanntes Algenrefugium  notwendig. Für die automatische Nachfüllung des verdunsteten  Wassers brauche ich auch einen Vorratsbehälter für das Osmosewasser. Dann brauche ich noch einen Bereich in dem das Wasser von den Ausscheidungen befreit wird – so quasi ein Fischklo – heisst aber Eiweissabschäumer oder Skimmer. Im Unterschied zu Toiletten (ob Katze oder Mensch) wird der Fisch wohl kaum dazu zu bewegen sein, dass er sich dahin begibt. Also wird das gesamte Wasser kontinuierlich gefiltert.

Alles dies ist aber erstens optisch kein Schmankerl, wird akustisch auch keine Symphonie, und verbraucht nur Platz. Also muss ein Technikbecken unter dem eigentlichen Aquarium in den Unterschrank her. Nur wie macht man das nun wieder?

Seba – mein Kollege der nun ja in der Schweiz ist kennt sich da sicher aus und wir haben uns bei mir auf Wasser mit Hopfengeschmack getroffen und er erklärte mir wie so ein Technikbecken funktioniert.

  1. Das Wasser vom Hauptbecken rinnt von oben  in den Einlauf des Technikbeckens (hier kommt das Algenrefugium auch rein – muss so sein bei der Tritonmethode). Es soll ca 10% – 20% vom Hauptbecken fassen – na bumm das wären ja 80 -160 Liter??
  2. Das Fischklo – nein der Eiweissabschäumer (der wird Schaum produzieren) und ein Phosphatabsorber und ein Aktivkohlefilter (Triton-Methode braucht das).
  3. Das Wasser muss wieder zurück ins Hauptbecken. Also muss eine Rückförderpumpe das erledigen da Herr Newton ja die Gravitation (Ich glaube aber das auch vorher schon alles nach unten fiel 🙂 ) entdeckt hat und das Wasser kaum von alleine sich nach oben saugt.

Das ganze funktioniert in der Art wie eine Kaskade oder Kaskadenspüle (das kenne ich aus meiner früheren Tätigkeit). Wasser läuft von einem Abteil ins Nächste. In jedem Abteil ist der Wasserspiegel konstant, wird aber von einem Schritt zum nächsten immer weniger.

Dann habe ich noch gelernt (eigentlich ist es auch logisch), dass wenn der Strom ausfällt oder sonst was mit der Pumpe nicht stimmt. Das Wasser von oben in das Technikbecken zurückläuft. Also brauche ich einen Überlaufschacht in dem das Rohr nach unten führt und den restliche Wasser im Hauptbecken bleibt. Damit kann schon mal nur das Wasser von dort runter kommen. Dazu kommt aber noch das Wasser das sich im Rohr der Rückförderung befindet und das Wasser das sich über dem Einlaufstutzen der Rückförderung (die geht direkt ins Hauptbecken) befindet. Also alles in allem auch noch eine gewisse Menge die ich im Technikbecken auffangen können muss ohne das irgendwas übergeht. Mein Parkettboden und meine Nachbarin (auch wenn sie selber ein Aquarium hat) werden es mir danken :-).

Ok – ein bisschen was gelernt und dann in einen Plan umgesetzt.

Welche Grösse soll mein zukünftiges Aquarium haben?

Ich habe mich entschlossen und werde Aquarianer 🙂 Nur nun geht es mit der Planung los. Gedanklich war ich am Beginn meiner Überlegungen bei einem 300 Liter Becken. Aber je mehr ich mich in das Thema vertiefte  umso grösser wurde das Becken. Ich fand das Read Sea Max Aquarium toll und es hat alles in einem also so quasi ein Rundum-Sorglos-Paket. Das hat aber auch seine Nachteile wenn man irgendwas dann doch wieder individuell machen möchte muss man gewaltig basteln. So wurde es wieder gestrichen. Als nächstes fand ich bei einem Schweizer Auktionshaus ein gebrauchtes Becken samt Unterschrank mit den Massen 160 cm x 60 cm x 60 cm. Ich beobachtet das Angebot aber irgendwie war ich noch nicht tief genug in der Materie um entscheiden zu können ob es das Becken für mich sein soll. Auch die Idee wurde verworfen. Im nächsten Schritt bekam ich die Adresse von einem Händler und machte mich auf den Weg um mich beraten zu lassen. Irgendwie klang es recht verlockend. Ich habe ausgemacht, dass ich ein Angebot zugesendet bekomme. Nunja – das kam bis heute nicht an. Wenn ich schon einen recht hohen Betrag ausgebe sollte sich der Verkäufer auch bemühen. Wie ist er dann wenn ich nur was kleines brauche???
Ich machte mich wieder auf Erkundungstour zu einem weiteren Händler unweit von mir. Schöner Laden, viele Fische und was man sich sonst so vorstellt unter einem Aquaristikladen. Ich erklärte, dass ich mich für ein Aquarium interessiere und habe mich auf eine Grösse von 160x70x70 gedanklich festgelegt. Als Antwort bekam ich einen Ausdruck einer Tabellenkalkulation (mit Datum Dezemeber 2013) in die Hand gedrückt – keine Beratung, keine Information. Ok – dachte ich mir die Händler brauchen wohl nicht unbedingt neue Kunden und sind nicht an meinem Geld interessiert. Auf die Frage wo man sich im Laden Fische ansehen kann kam nur der Zeigefinger der rechten Hand und ein “Da hinten links im Eck sind Becken”. Hmm – meine Entscheidung war hier schon gefallen – da kaufe ich mal kein neues Aquarium. Irgendwie unverständlich für mich aber ich akzeptiere es wie es ist.

Nun ja – Ich will ja Aquarianer werden… Also ein Glasbecken wäre schon nicht schlecht. Also suchte ich weiter und stiess in diversen Foren immer wieder auf die Firma Diamantaquarien in Deutschland. Die sollen kompetent und preislich sehr attraktiv sein. Dazu soll die Qualität der Becken top sein und sie liefern in die Schweiz. Also suchte ich das Internet nach der Firma ab und wurde auch schnell fündig. Die Webseite ist zwar für einen Anfänger recht unübersichtlich aber ich nahm den Kampf an und versuchte zu verstehen was es bei der Firma so gibt. Bald fand ich heraus, dass die Firma auch bei einem grossen internationalen Auktionshaus mit einem Shop vertreten ist. Da war es dann auch viel einfacher zu verstehen was so angeboten wird. Ich fand ein für mich schönes Becken der Serie Diamant. Bei meinem Grössenwahn war ich nun schon bei 2 Meter Beckenlänge angelangt. Nun begann ich mir aber auch schon Sorgen um das Gewicht zu machen – Immerhin kommt man dann schon locker auf ein Gesamtgewicht von knapp 1600 kg (wenn man alles mitrechnet).

Ich erzählte meinen Schwager Alex von meinem Vorhaben. Er, als geübter Handwerker fragte sofort geht das überhaupt durch Deine Tür in den Vorraum und ins Wohnzimmer rein? Mhhh 200 cm das habe ich in der Länge schon aber in der Höhe wird es wohl eng werden (wenn man es hochkant einbringt). Ich machte mich ans vermessen des zukünftigen Platzes. OK 200 cm Platz habe ich aber da ist dann wenig Platz links und rechts um irgendwie von der Seite ans Becken zu kommen, Grössenwahn hin oder her – es muss ein Stück kleiner werden also 180 cm – und wenn ich abnehme passt mein Bauch auch links und rechts neben dem Becken rein. Das ist eine zusätzlich Motivation meinen Wohlstandsspeck ein wenig los zu werden. Eine Breite von 70 cm sollten es aber schon sein – ich las auch immer wieder das das Salzwasser die optische Tiefe eines Becken stark reduziert und man unter 60 cm wohl keinen guten optischen Gesamteindruck hinbekommt. Eine Beckenhöhe von 70 cm war irgendwie von Beginn in meinem Kopf und ich hatte es auch nicht verändert.