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Es werde Licht

Die neue Lampe ist da

 

Nach 5 wöchiger Wartezeit wurde heute meine neue Lampe für das grosse Aquarium geliefert. Es wurde ein ATI Powermodul Hybrid mit 8 x 80 W T5 Röhren und 4 x 75 W LED.  Diese Lampe ist meiner Meinung nach das optimalste was man derzeit am Markt erwerben kann um erfolgreich SPS Korallen halten zu können.  Die perfekte Mischung aus den T5 Leuchtmitteln und den 4 LED Modulen ermöglichen eine komplett freie Lichtgestaltung. Das wiederum stellt dann den Tieren die notwendige Energie zur Verfügung.
Zum Programmieren der Lampe wird das Programm «Lightstudio» aus dem Hause ATI verwendet. Es können dadurch jedes einzelne LED Modul und 2 Kanäle T5 mit je 4 Röhren stufenlos und eingestellt werden. Die LEDs können frei oder nach Wunsch auch nach Programmvorgabe abgemischt werden. Die T5 Leuchtmittel können stufenlos von 0 – 100 % gedimt werden. Damit kann man einen realistischen Tagesverlauf simulieren. Auf Spielereien wie Gewitter oder Wolkenflugsimulation muss man verzichten – das bringt meiner Meinung nach auch nichts ausser dass die Fische im Becken sich dadurch erschrecken. Auch ist es nicht möglich die Lampe per Funk (wie WLAN oder Bluetooth) zu steuern. Auch hier sehe ich keinen Bedarf. Man bereitet die Tagessimluation am PC/Laptop vor und spielt diese dann mit dem mitgelieferten USB Adapter in die Lampe ein. Diese Prozedur und das Ausprobieren ist zu Beginn sicher spannend aber man findet ja irgendwann einmal die passende Einstellung und dann braucht es auch keine Verbindung zu einem PC, Laptop oder gar Smartphone/Tablet.

Um die Tiere (Korallen) nicht mit dem massiven Licht zu stressen (man sagt verbrennen) oder sie gar damit zu töten muss man wenn man von einer schwachen Lichtquelle kommend auf eine starke Leuchte wechselt die Tiere langsam darauf einstellen.

Das Modul bietet die Möglichkeit die T5 röhren zu dimmen. Für das Dimmen müssen die T5 Röhren jedoch 100 Stunden eingebrannt werden um danach das volle geboten Spektrum und auch Leistung bringen zu können.

Den Spagat aus langsamer Eingewöhnung an das neue Licht und die Einbrennphase bei 100% habe ich durch eine verkürzte Beleuchtungszeit realisiert.  In meinem Fall habe ich den Kanal 1 der T5 (4 Röhren) 6 Stunden am Tag laufen, der Kanal 2 (weitere 4 Röhren)  läuft  4 Stunden

Die T5 Röhren sind folgendermassen bestückt:

1 Blue Plus Kanal 2
2 Aquablue Special Kanal 2
3 Purple Plus Kanal 1
4 Blue Plus Kanal 1
5 Aquablue Special Kanal 1
6 Purple Plus Kanal 1
7 Blue Plus Kanal 2
8 Aquablue Special Kanal 2

Hier das Programm zum Einbrennen der Röhren.

ATI Lightstudio
ATI Lightstudio

Dieses wird für 25 Tage so laufen (damit erreiche ich am Kanal 1 (T5) 100 Stunden bei 100%.

Hier noch ein paar Bilder vom Auspacken und Aufbauen der Lampe:

 

 

 

LED Beleuchtung

In der Planungsphase hatte ich ei der Beleuchtungsauswahl hatte ich zuerst für 2 Stück  Orphek Antlantik V2.1 im Auge. Doch bei weiterer Planung und Budgetüberwachung kam recht schnell auf, dass diese Wahl der Beleuchtung, wenn auch sicher toll, mein Budget sprengen würde.

Maxpect R420R in der Version 160W und 120W. Bildnachweis: http://www.aquarioom.com/de/r42or
Maxpect R420R in der Version 160W und 120W.
Bildnachweis: http://www.aquarioom.com/de/r42or

Durch weitere Recherche und Kontakte bin ich dann auf die Maxspect R420r gestossen. Diese hat zwar keine WLAN- oder Bluetooth-Steuerung, aber nach reiflicher und ernsthafter Überlegung sah ich selber ein, dass man eine Funkfernsteuerung für eine Aquariumbeleuchtung nicht als ein unbedingtes Must-Have einstufen muss. Ich hatte riesiges Glück und fand über ein Verkaufsportal 2 gebrauchte, aber fast neuwertige LED’s mit jeweils 160 W und 16000 K. In einem Meerwasserforum wurde ich aber “sanft” darauf hingewiesen, dass bei meiner Beckengrösse die Leistung wohl nicht ausreichen wird. Da ich den erfahrenen Leuten doch Glauben schenken will habe ich die Kritik ernst genommen und  für den Start eine weitere LED der selben Serie jedoch mit 120 W und 16000 K über selbiges Verkaufsportal erstanden. Ich nehme mal an, dass dies für den Start ausreichen wird. Sollte es wider erwarten noch immer zu wenig sein kann ich noch eine vierte LED mit 120 W dazu kaufen. Der Gesamtpreis der 4 LED’s würde immer noch deutlich unter dem Preis von 2 ursprünglich geplanten LED’s zu liegen kommen. Alle LED’s werden über die schmale Seite des Aquariums (70 cm) gleichmässig verteilt auf den Aquariumbefstigungen (Bügel mit denen man die Lampe auf den Rand stellt) montiert. Es gibt zu diesen LED’s noch optionale Optik-Pads (Linsen), die den originalen Leuchtwinkel von 90° auf 120° erhöhen und somit eine bessere Ausleuchtung des Beckens erlauben. Ich habe mir insgesamt 6 solcher Optik-Pads bestellt und werde beim Start des Beckens dann die beste Verteilung der Linsen ermitteln.

Von der Steuerung bzw. Einstellung der LED’s bin ich nach anfänglicher Skepsis,  recht überzeugt. Wenn man das Prinzip verstanden hat geht der Rest ganz einfach.

Man kann 2 Kanäle der LED, ein weisser und ein blauer Kanal, getrennt voneinander über eine Einknopfbedienung einstellen. Dazu stehen 6 Schaltpunkte zur Verfügung. Dazwischen rechnet die Steuerung automatisch eine Rampe. So ist es möglich einen Tageszyklus (Sonnenaufgang – Mittag – Sonnenuntergang) zu simulieren. Bei Bedarf kann man auch den blauen Kanal über die Nachtphase auf 1% dimmen und so ein Mondlicht simulieren. Das soll bei manchen Fischen recht hilfreich sein, da diese bei vollkommener Dunkelheit und die dadurch hervorgerufene Orientierungslosigkeit oder einfach aus Schreck aus dem Becken. Mit einem Mondlicht ist eine minimale Beleuchtung gegeben und die Fische finden sicher besser zurecht.

Es gibt sicherlich auch bessere LED’s mit weiteren Features, besseren Leuchtparametern und Energieeffizienz. Jedoch kosten alle dies LED’s ein kleines Vermögen in der Anschaffung. Gebrauchte LED’s zu finden ist auch eher ein Glücksspiel! Wenn meine Sparbüchse wieder gefüttert ist kann ich mir diese Anschaffung wieder überlegen.