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Drei neue Bewohner

Neue Einwohner im Wohnzimmerriff

In den letzten Tagen hat sich wieder ein bisschen was getan. Die Wasserwerte  im Aquarium sind in Ordnung und dennoch ist nun plötzlich ein ordentlicher Algenbewuchs auf der Riffkeramik entstanden. Ich konnte am Montag (16.03.2015) nach der letzten grossen, wöchentlichen Dosierung von Special Blend schon einen Schub im Algenwachstum an der Riffkeramik  beobachten. Dieser erste grössere Belag wurde aber im Lauf der Woche wahrscheinlich gut von der Cleaning Crew unter Kontrolle gehalten werden. Am darauffolgenden Montag stand wieder eine Dosierung von Special Blend an. Als ich dann am Abend nach dem Arbeiten wieder nach Hause kam waren die Fadenalgen förmlich explodiert. Grosse Teile der Riffkeramik, insbesondere die dem Licht zugewandten Stellen wurden richtig bräunlich und mit Fadenalgen überzogen. Einer der Gründe kann natürlich auch sein dass ich meinen Korallenbestand ordentlich aufgestockt habe und damit auch noch weitere Bakterien in mein Becken eingebracht habe.

Zumindest ein der am Freitag eingesetzten Lanzengrundeln und dem Knallkrebs konnte ich aber kurzzeitig beim Höhlenbau beobachten. Die zweite Lanzengrundel ist nachwievor verschwunden.

So dachte ich mir ein bisschen mehr zu beobachten wäre schön und die Cleaning Crew braucht auch Unterstützung. Somit habe ich mich am Dienstag entschlossen einen Juwelen-Felshüpfer (Algenblenny) in meinem Becken ein neues Zuhause zu geben.

Aufgenommen am 26.03.2015
Aufgenommen am 26.03.2015

Zusätzlich durfte auch noch eine Maiden Schläfergrundel  vom Händlerbecken mit zu mir.

Aufgenommen am 26.03.2015
Aufgenommen am 26.03.2015

Fischerjoe aus dem Forum hatte mir auch noch ein Angebot für eine Blasenanemone gemacht. Welche dann gestern Abend einziehen durfte. Die Blasenanemone soll dann mal das Zuhause für die geplanten Anemonenfische werden. Dazu muss sie sich aber einmal gut in meinem Becken einleben und vorallem noch ein wenig an Grösse zulegen.

Aufgenommen am 26.03.2015
Aufgenommen am 26.03.2015

Derzeit ist sie in einem kleinen Blumentopf und schaute gerade mal im aufgepumpten zustand über den Rand hinaus. Ein Versuch die Blasenanemone direkt auf das Riff zu setzen scheiterte und war mir auch ein wenig zu riskant. Ich will ja nicht das die Strömungspumpen dann ein Blasenanemonenfaschiertes (Hackfleisch) aus der kleinen Anemone machen.

Symbiose!

Und sie waren aufgetaucht!

Kurz nachdem ich den vorherigen Beitrag fertig hatte blickte ich wieder ins Aquarium und durfte zu meiner Überraschung feststellen, dass sich eine Grundel und der Knallkrebs nun doch gefunden haben und ich sie auch beobachten kann. Ich dachte schon, dass das nun dauern wird! Aber denkste.. Die beiden sind schon fleissig am “Hausbau”. So schnell kann es gehen in einer Beziehung.

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Hausbau

Erste Fische

Kleine Fische

Am Freitag Abend durften die ersten kleinen Fische einziehen. Es handelt sich dabei um Lanzen Symbiosegrundel – Stonogobiops nematodes. Wie der Name schon verrät leben diese Fisch in Symbiose mit einem Hübscher Knallkrebs – Alpheus bellulus.

Die Symbiose

Der Knallkrebs ist eine super Architekt und kann Höhlen im Sand graben in der er lebt und sich auch zurückziehen kann. Das fatale ist jedoch, dass er so gut wie nichts sieht und somit schnell zu einem Leckerbissen für Feinde wird. Den Namen Knallkrebs hat er nicht zu unrecht. Er kann seine Schere sehr schnell zuklappen. Dabei ensteht eine Kavitationsblase die dann mit einem lauten Knall implodiert. Diese Waffe kann der Krebs zum Beutefang, Warnung und evtl auch zur Kommunikation mit Artgenossen einsetzen.
Die Grundel hingegen ist ein aufmerksamer Beobachter und ist schon bei der kleinsten beunruhigt und verschwindet in der Höhle. Sie muss jedoch zur Nahrungssuche immer wieder mal aus der Höhle und den Sandboden nach etwas fressbaren durchwühlen. Das blöde ist nur, dass die Grundel selber keine Höhlen buddeln kann. Also warum nicht zusammentun der eine buddelt der andere steht Schmiere. Der Knallkrebs ist mit seinen Fühlern immer in Kontakt mit der Grundel. Sollte sich irgendwas tun und die Grundel zuckt sind beide innert weniger Augenblicken in der gemeinsamen Höhle verschwunden.

Knallkrebsjagd

Mein Händler meines Vertrauens gab mir den Tipp zuerst den Knallkrebs an der von mir gewünschten Stelle in einem Glas einzusetzen. Danach sollte ich die Grundeln in der Nähe in des Krebses einsetzen. Gesagt – getan. Nur leider klappte das überhaupt nicht wie erwünscht. Den Knallkrebs konnte ich an die Stelle buchsieren. Jedoch sah ich dann nur noch die Fühler aus dem Sand ragen. Ich dachte ich hab ihn beim einsetzen zerquetscht. Mit  schlechten Gewissen hob ich dann das Glas wieder an. Der Knallkrebs war jedoch putzmunter und rannte wie verrückt an der Glasscheibe entlang um dann eine Kurve in den hinteren Bereich des Beckens einzuschlagen. Ich konnte ihn an einer der Riffkeramiksäulen dann ausmachen. Also gut dann halt an der Stelle. Nun durften die Grundeln in ihr neues Zuhause. Und ich versuchte sie in die Nähe des Krebses zu setzen. Versuch 1 misslang. Die Grundel war sehr schnell in den hinteren Bereich geschwommen und seitdem nicht mehr gesehen. Versuch 2 gelang besser. Ich habe die Grundel ungefähr an die Stelle wo ich den Krebs zuletzt sah platzieren können. Nur nun war der Krebs weg.

So sass die Grundel nun mehr oder weniger regungslos in einer Steinritze. Nur der ihr zugedachte Krebs war verschollen. Seinen Namen macht er auch keine Ehre – er hat bis heute noch nicht geknallt.

Heute Morgen dachte ich mir ich tu der Grundel was gutes und geb ihr ein bisschen Futter mit der Futterpipette. Die Idee fand ich nicht schlecht – nur die Grundel war ein wenig erschrocken und ist nun auch irgendwohin geflüchtet. Wenig erfolgreich.

3 neue Tiere und keines ist zu erblicken 🙁 – ich hoffe mal dass sich die 3 irgendwann wieder mal blicken lassen – wäre auch schade sonst. Ich lass den drei neuen Tieren nun mal Zeit und vielleicht finden sie sich ja und ich habe Glück und kann sie wieder beobachten.