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Kieselalgen!

Braune Punkte machen sich breit!

So ziemlich genau nachdem eine Woche seit dem Befüllen vergangen ist und ich seit 2 Tagen die lebenden Steine eingebracht habe konnte ich nun die ersten Algen an der Riffkeramik entdecken. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird es sich um Kieselalgen (Diatom) handeln. Die Kieselalge ist ein Erstbesiedler und zeigt mir dass das Leben nun langsam Einzug hält.

Hier ein paar Bilder der angesiedelten Diatome

KieselalgeKieselalge2Kieselalge3Die Alge wird sich nun weiter ausbreiten aber auch bald wieder verdrängt sein (so hoffe ich zumindest mal:-) )

Noch mehr Leben!

Animpfen mit echtem Leben

Da ich mein Aquarium mit Riffkeramik unter Zuhilfenahme von Bakterien einfahren werde, bräuchte ich eigentlich nicht noch zusätzlich Starthilfe. In meinem technibecken ist jedoch auch ein algenrefugium geplant das für die Triton-Methode ein essentieller Bestandteil ist. In diesem Refugium werden werden Algen (wahrscheinlich die Chaetomorpha linum – Drahtalge oder Perlonalge) eine Filterfunktion übernehmen. Die Algen schwimmen und bekommen als Unterstützung noch ein bisschen was an lebenden Steinen.

Lebende Steine?

Ja, lebende Steine. Aber es ist sind keien Steine mit Armen, Beinen oder einem Gesicht. Es geht hier in der Hauptsache um Mikroorganismen wie Bakterien, Würmern, Krebse und Algen. Lebende Steine sind frische, aus dem Riff gesammelte Steine, die in aller Regel aus abgestorbenen Korallen oder Algen bestehen. Ich habe bei einem Aquaristikgeschäft in meiner Nähe mich nach dem nächsten Liefertermin für ebensolches Gestein erkundigt. Und am Freitag war es dann auch nach einer Reise aus dem Meer vor Indonesien per Flugzeug in die Schweiz geflogen worden. Also ganz frisch. Ich habe mich für ca. 16 kg Gestein entschieden (roch nach Meer und scheint somit echt frisch zu sein) und dieses dann auch sofort nach Hause transportiert.

Zur Zeit fehlt noch die Beleuchtung für das Algenrefugium also dürfen die Steine vorab ins Hauptbecken und dort auch einen Beitrag zum “Animpfen” mit neuem Leben leisten.

Natürlich war ich schon sehr gespannt ob ich auch wirklich Leben aus den Steinen entdecken kann. Und tatsächlich da ist, neben der hoffentlich vielen Bakterien und Mikroorganismen, auch ein wenig Leben für das Auge sichtbar. Ich sass einige Stunden vorm Becken und beobachtete die Steine. Auf einem konnte ich mindestens 2 Rörhrenwürmer (Eine Bestimmung der Art ist mir derzeit noch unmöglich) entdecken. Später am Abend sah ich dann auch noch eine winzig kleine Krabbe aus einem der Steine klettern. Bis heute hab ich sie aber nicht mehr sehen können. Dann kam noch ein ein weiteres mir unbekanntes Wesen aus einem der Steine gekrochen. Auch hier weiss ich nicht was es ist. Es sah aus wie ein durchsichtiger Geist mit eine Länge von ca. 2 cm und eine Breite von ca. 1 cm. es hatte auch 2 kleine Fühler. Schwimmenderweise, wie ein Schmetterling im Wasser,  konnte es sich fortbewegen. Allerdings dürfte die Strömung für das Tier zu stark sein. Irgendwann landete es auf einem der Riffkeramiksäulen. Seitdem habe ich es nicht mehr gesehen. Es wird spannend 🙂

röhrenwurm
Röhrenwurm beim Filtern

Was kocht den hier?

Der Abschäumer kocht!

Heute Abend habe ich wieder ein wenig an der Optimierung des Wasserkreislaufs gearbeitet. Beim Öffnen des Unterschranks fiel mein erster Blick sofort auf den Abschäumer. Und da drinnen ging es richtig ab. Der Abschäumer sprudelte so stark das der Schaum über den konischen Zylinder in den Auffangtopf übertrieb. Nur halt nicht so wie es sein sollte ganz langsam und nur der Abschaum. Nein es kocht förmlich über. Ich versuchte den Fehler zu finden aber konnte trotz nochmaligem Studiums des Handbuchs keinen sichtbaren Fehler erkennen. Es steht im Manual zwar das es am Anfang normal sei wenn man frisch angesetztes Wasser hat, dass der Topf mal überläuft aber das sollte sich wieder legen. bei mir legte sich nichts ausser ich ins Bett, Natürlich habe ich den abschöumer mal stillgelegt um eine Katastrophe zu vermeiden.

Also was tun? Ja genau: Frag Google die wissen doch alles. Und tatsächlich Ich konnte rausfinden, dass wenn der Wasserstand im Technikbecken zu hoch ist die Pumpe für den Abschäumer zu tief unter dem Wasserspiegel ist und dann der Druck der Wassersäule zu hoch wird und nicht genügend Luft mit eingesaugt werden kann. das Ergebnis: Kochtopfabschäumer. Also habe ich dann Den Wasserstand gesenkt und siehe da… der Topf geht nicht mehr über. es kann ja auch nichts zum Abschäumen im Becken sein. Da lebt noch nicht wirklich viel drinnen ausser die Bakterien von MikrobeLift.

Ein Hauch von Leben

An die Arbeit Bakterien!

Um das Leben im Becken in Schwung zu bringen verwende ich die Produkte Nite Out II und Special Blend von MikrobeLift. Dies soll die beim Einfahren eines neuen Beckens die toxische Wirkung von Ammoniak/Ammonium und Nitrit beiseitigen. Somit soll die Somit wird die Startphase eines Aquarium biologisch auf ein Minimum reduziert. Die Produkte wurden mir beim Kauf der Riffkeramik empfohlen.

Für mein Beckenvolumen habe ich folgende Dosiervolumina errechnet:

Nite Out II:

  • Jeden zweiten Tag Abends 100 mL )bis kein Nitrat mehr nachweisbar ist.

Special Blend:

  • Einmal wöchentlich am Morgen Dosieren
  • Erste Woche: 190 mL
  • Danach 1 x/ Woche: 120 mL
  • Wartung nach Einlaufphase: 60 mL/Woche

Notiz am Rande:
Wenn man nicht ganz fit ist (Kater oder sonstige Übelkeiten) sollte man nicht zu sehr an den Special Blend Bakterien schnüffeln. es könnte sein, dass die Bakterien Besuch vom Mageninhalt bekommen 🙂 Ich bin schlechte Gerüchte aus dem Labor gewöhnt. aber angenehmer Duft riecht anders….

 

Riffkeramik ist abholbereit!

Nach meiner Reise in die USA bin ich seit gestern Abend wieder zurück in Europa. Schon vor der Reise  hatte ich mit Eggi von auqariumtechnik.ch  abgemacht, dass ich gleich nach meiner Rückkehr meine ausgesuchten Teile der Riffkeramik gerne abholen würde. Heute ist es nun soweit.

Ich hatte mit Eggi noch telefonisch einen Termin für den frühen Abend abgemacht und war natürlich schon voller Vorfreude. Im Geschäft hatten wir dann alle Teile nochmal in seinem Demobecken aufgebaut und noch das letzte Feintuning vorgenommen. Der aktuelle Devisenkurs (CHF – EUR) hat auch für mich nochmals einen kleinen Vorteil gebracht den mir Eggi auch gerne weitergab. Zu der Riffkeramik habe ich nun auch noch die Starterbakterien (Microbelift Nite Out II und das Microbelift Special Blend von ARKA) mitgenommen. Die wichtigsten Bestandteile für den Start sind nun alle beisammen. Und Morgen werde ich dann loslegen.

Bin ich ganz dicht?

Heute geht es los! Das Becken hatte nun genügend Zeit sich zu auf seiner neuen Position in meinem Wohnzimmer zu stabilisieren. Das Silikon der Glasverklebung sollte nun auch genügend ausgehärtet sein und die von Seba und mir verklebten PVC Rohr sollten nun auch vollkommen getrocknet und einsatzbereit sein.

Also los geht es!! Das erste was ich trotz Jetlag in Angriff nehmen möchte ist der Dichtheitstest. Zu diesem Zweck werde ich das Becken und das Technikbecken nach und nach mit Leitungswasser befüllen und dann die Pumpen einschalten. Ich hatte mir schon vor meiner USA-Reise einen 20-Meter Gartenschlauch mit Aufrollfunktion besorgt. Der Schlauch wird mit einem Adapter an den Wasserhahn im Badezimmer angeschlossen, ausgerollt und dann in das Becken gehängt. Um eine Dusche meines Wohnzimmers zu vermeiden, habe ich das Schlauchende dann am mit einem Kabelbinder am Beckenrand fixiert.

Dichtheit Füllen

Das gesamte Becken war innerhalb von ca. 2.5 Stunden gefüllt. Dann nach ging es durch den Überlaufschacht in das Technikbecken und auch dieses wurde in 30 min. geflutet bis die ersten beiden Kammern voll waren. Danach kam der spannende Moment und das Wasser erreichte die dritte und letzte Kammer. und ich war bereit die Rückförderpumpe anzuwerfen. Juhu – sie läuft an und der Kreislauf ist geschlossen.

Dichtheit Fast voll

Rheinfälle im Wohnzimmer?

Welch ein Krach! Nun plätschert es in meinem Wohnzimmer wie in der Nähe eines Baches im Hochgebirge mit einem kleinem Wasserfall. Noch die Pumpen des Abschäumers und des Durchlauffilters anwerfen und schon kann ich mich auf zur Einstellung des Kugelhahns machen. An diesem Hahn wird das rückfliessende Wasser gestaut und somit der Überlaufschacht bis nach oben hin gefüllt. Dadurch kann ich schon mal das Geplätschere dort eindämmen. Nun aber gurgelt es gewaltig. Die Idee mit dem Notüberlauf muss ich mir noch genauer ansehen! Ich erinnerte mich an die Beschreibungen von einem Durso. Kurzerhand habe ich also noch ein Stück PVC-Rohr und 2 Stück 90 Grad PVC Winkel zusammen gesteckt.  Das entstandene U setzte ich auf den Notüberlauf – Ruhe!! cool!

In der Ruhe liegt die Kraft oder so irgendwie

OK – fast Ruhe nun plätschert es noch im Technikbecken. Meine Rückförderpumpe kann nach Herstellerangeben bis zu 12000 Liter / Stunde fördern. Nach Abzug der Höhendifferenz komme ich, nach einem Diagramm, aber immer noch auf ca. 8000 Liter. Ganz schön viel. Da muss ich mich noch schlau machen wie ich das plätschern in den Griff bekomme.

Der ultimative Test

Jetzt simuliere ich einen Stromausfall. In so einem Falle würden alle Pumpen schlagartig stehen bleiben. Nach Adam Riese, nein es war Isaac Newton (Schwerkraft) und und der wohl weniger bekannte Blaise Pascal (Hydrostatischer Druck), wird nun das Wasser im Überlaufschacht und das Wasser in der Druckleitung (Rückförderpumpe) nach unten ins Technikbecken laufen. Dazu kommt noch das Wasser im Becken das sich über dem Niveau der Einlassdüsen befindet. Ich hab es mal so ungefähr mit 65 Liter berechnet.

Um eine Überschwemmung, und eine damit einhergehende Zerstörung der Parketts zu vermeiden sollte die von oben kommende Menge Wasser unten ins Becken passen. Wenn nicht habe ich den Finger am Schalter der Rückförderpumpe.

Also mal Absstellen. Newton und Pascal haben wieder mal recht. Das Wasser kommt – es kommt recht schnell! Aber es passt gerade mal so in das Technikbecken. Da darf nicht viel mehr kommen sonst gibt es Chaos. Langsam beruhigt sich Alles. und zu meiner Überraschung läuft ein kleiner Teil doch über. Aber nicht auf den Boden sondern in den Bereich in dem einmal der Vorrat an Osmosewasser sein soll. Also da gibt es auch noch Optimierungsbedarf. Im Moment ist es aber gut somit habe ich eine weitere Absicherung.

Mit eine bisschen Probieren kam ich auch näher ans gewünschte Ziel jedoch ist es echt sehr sehr knapp. Weniger wasser geht auch nicht da sonst meine Rückförderpumpe im Trockenen steht. Das gäbe zwar schöne Luftbläschen ist aber erstens laut und zweitens nicht im Sinne des Erfinders. Als Lösungsmöglichkeit habe ich mir vorerst einmal überlegt das Wasservolumen im Ablaufschacht durch den Einsatz von Biobällen zu reduzieren. Eine definitive Entscheidung muss ich aber erst treffen!

Das System scheint nun jedoch soweit stabil zu sein und ich liess es mal über die Nacht hinweg laufen. Ist schon eigenartig so ins Bett zu gehen, wenn man weiss dass im Wohnzimmer 8 mal in der Stunde 1000 Liter Wasser im Kreislauf gepumpt werden. Gute Nacht

Super Mario oder Verrohrung

Heute habe ich mit Seba abgemacht, dass wir gemeinsam die Verrohrung in Angriff nehmen werden. Vorab konnte ich mir schon in der Firma Spezialwerkzeug ausleihen. Das Werkzeug ist ein Rohrschneider und mit wenig Kraftaufwand Rohre gerade (rechtwinkelig) abzuschneiden.

Das Rohrmaterial und die Fittings habe ich soweit beisammen somit können wir uns ins Chaos stürzen.

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Der Plan

Technikbecken schematisch
Im Prinzip gibt es ein Steigrohr von der Rückförderpumpe in das Becken. Der Auslauf wird mit einem, durch ein Y-Stück geteiltes Kugelgelenkrohr enden. Beim Ablauf gibt es ein Ablaufrohr, dass in der ersten Kammer (Algenrefugium) des Technikbeckens enden wird. Das Rohr hat jedoch noch einen Abzweiger mit einer Kupplug für das Gardena Schlauchsystem um für künftige Wasserwechsel vorbereitet zu sein. Dazu kommt noch ein Kugelhahn mit dem ich dann die Rückflussmenge regulieren kann (gegen Gurgel/Plätscher Geräusche).
Der Notablauf wird anders als im Schema gezeichnet direkt in die dritte Kammer des Technikbeckens geführt. Somit erspare ich mir den Einbau weiterer Winkel und Bögen.
Alle Rohre werden durch eine sogenannte Tankverschraubung durch den Glasboden des Hauptbeckens geführt. Diese Tankverschraubung ist mit einem Quetschverbinder ausgestattet der die Dichtheit garantieren soll.

Hier noch ein paar Bilder von der Super-Mario-Aktion

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