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Symbiose!

Und sie waren aufgetaucht!

Kurz nachdem ich den vorherigen Beitrag fertig hatte blickte ich wieder ins Aquarium und durfte zu meiner Überraschung feststellen, dass sich eine Grundel und der Knallkrebs nun doch gefunden haben und ich sie auch beobachten kann. Ich dachte schon, dass das nun dauern wird! Aber denkste.. Die beiden sind schon fleissig am “Hausbau”. So schnell kann es gehen in einer Beziehung.

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Hausbau

Erste Fische

Kleine Fische

Am Freitag Abend durften die ersten kleinen Fische einziehen. Es handelt sich dabei um Lanzen Symbiosegrundel – Stonogobiops nematodes. Wie der Name schon verrät leben diese Fisch in Symbiose mit einem Hübscher Knallkrebs – Alpheus bellulus.

Die Symbiose

Der Knallkrebs ist eine super Architekt und kann Höhlen im Sand graben in der er lebt und sich auch zurückziehen kann. Das fatale ist jedoch, dass er so gut wie nichts sieht und somit schnell zu einem Leckerbissen für Feinde wird. Den Namen Knallkrebs hat er nicht zu unrecht. Er kann seine Schere sehr schnell zuklappen. Dabei ensteht eine Kavitationsblase die dann mit einem lauten Knall implodiert. Diese Waffe kann der Krebs zum Beutefang, Warnung und evtl auch zur Kommunikation mit Artgenossen einsetzen.
Die Grundel hingegen ist ein aufmerksamer Beobachter und ist schon bei der kleinsten beunruhigt und verschwindet in der Höhle. Sie muss jedoch zur Nahrungssuche immer wieder mal aus der Höhle und den Sandboden nach etwas fressbaren durchwühlen. Das blöde ist nur, dass die Grundel selber keine Höhlen buddeln kann. Also warum nicht zusammentun der eine buddelt der andere steht Schmiere. Der Knallkrebs ist mit seinen Fühlern immer in Kontakt mit der Grundel. Sollte sich irgendwas tun und die Grundel zuckt sind beide innert weniger Augenblicken in der gemeinsamen Höhle verschwunden.

Knallkrebsjagd

Mein Händler meines Vertrauens gab mir den Tipp zuerst den Knallkrebs an der von mir gewünschten Stelle in einem Glas einzusetzen. Danach sollte ich die Grundeln in der Nähe in des Krebses einsetzen. Gesagt – getan. Nur leider klappte das überhaupt nicht wie erwünscht. Den Knallkrebs konnte ich an die Stelle buchsieren. Jedoch sah ich dann nur noch die Fühler aus dem Sand ragen. Ich dachte ich hab ihn beim einsetzen zerquetscht. Mit  schlechten Gewissen hob ich dann das Glas wieder an. Der Knallkrebs war jedoch putzmunter und rannte wie verrückt an der Glasscheibe entlang um dann eine Kurve in den hinteren Bereich des Beckens einzuschlagen. Ich konnte ihn an einer der Riffkeramiksäulen dann ausmachen. Also gut dann halt an der Stelle. Nun durften die Grundeln in ihr neues Zuhause. Und ich versuchte sie in die Nähe des Krebses zu setzen. Versuch 1 misslang. Die Grundel war sehr schnell in den hinteren Bereich geschwommen und seitdem nicht mehr gesehen. Versuch 2 gelang besser. Ich habe die Grundel ungefähr an die Stelle wo ich den Krebs zuletzt sah platzieren können. Nur nun war der Krebs weg.

So sass die Grundel nun mehr oder weniger regungslos in einer Steinritze. Nur der ihr zugedachte Krebs war verschollen. Seinen Namen macht er auch keine Ehre – er hat bis heute noch nicht geknallt.

Heute Morgen dachte ich mir ich tu der Grundel was gutes und geb ihr ein bisschen Futter mit der Futterpipette. Die Idee fand ich nicht schlecht – nur die Grundel war ein wenig erschrocken und ist nun auch irgendwohin geflüchtet. Wenig erfolgreich.

3 neue Tiere und keines ist zu erblicken 🙁 – ich hoffe mal dass sich die 3 irgendwann wieder mal blicken lassen – wäre auch schade sonst. Ich lass den drei neuen Tieren nun mal Zeit und vielleicht finden sie sich ja und ich habe Glück und kann sie wieder beobachten.